SchwarzwaldGegenwind
Gegen die Zerstörung der Heimat

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31.07.2021

Wie bitte? Staatsforst kaputtmachen? Ein Brief einer Mitstreiterin an den baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk

Lieber Herr Minister Hauk,

es geht um die Profite der Windindustrie, unsere Wälder, um ‘Vorreiterrollen’ (Gottseidank reitet niemand hinterher) und ‘Blaupausen’ (Strobl).
In all den Szenarien zur künftigen Stromversorgung werden Stromimporte aus den europäischen Nachbarländern selbstverständlich vorausgesetzt, wenn bei uns massenhaft die Stromer laden, die Smartphones sowieso, selbstfahrende Autos auftauchen, 5G (und bald 6G) flächendeckend eingeführt ist, die Sektorenkopplung nicht nur angedacht ist und die stromverschlingenden Kryptowährungen florieren. Stromimporte führen die Vorreiterrolle aber sofort ad absurdum, denn beim gleichen Verhalten der Nachbarn würde das europäische Stromnetz ziemlich schnell kollabieren. Jetzt schon, bei den derzeitigen dürftigen Windstromerträgen, schämen wir uns nicht, wenn importierter Atomstrom (z. B. auch aus dem tschechischen Temelin!) aus unseren Steckdosen kommt.

Früher haben Sie mal dem ‘rasenden Flauten-Franz’ die Stirn geboten und Front für 1000m Mindestabstand gemacht. Erinnern Sie sich?
Neuerdings (aus leider sehr nachvollziehbaren Gründen) kann der Kotau der CDU vor den Grünen nicht tief genug sein. Ziemlich ekelhaft, das Ganze.
Ich glaube, dass weder Sie, noch Frau Walker, noch Herr Kretschmann im Ernst daran glauben, dass man mit 1000WEA im windschwächsten Bundesland (super für Investoren, teuer für den Verbraucher, dieser Untersteller’sche ‘Südbonus’!) das Weltklima ‘in den Griff’ (Kretschmann) bekommen kann. So naiv und uninformiert kann niemand sein. Das Weltklima beeinflussen kann man auch mit 10.000 oder 100.000 neuen WEA nicht, aber die superreichen Enercon-Eigentümer  n o c h  reicher machen.

Und uns soll es die stille Schönheit des Schwarzwaldes kosten? Er soll zur Verfügungsmasse von wildgewordenen Ideologen werden, die sich energiepolitisch völlig verrannt haben!? Vielleicht will man es auch den FFF-Kindern recht machen, die ja auch bald wählen dürfen?

Politiker können eines nicht: Fehler zugeben. Erst nach dem unvermeidlichen Blackout werden sie klein beigeben (müssen).
Eines können die Volatilen nämlich gut: Das Netz mit seinen 50Hz Frequenz immer weiter destabilisieren. Wissen Sie, dass in Deutschland inzwischen 1,4Milliarden EUR jährlich für Redispatch-Maßnahmen ausgegeben werden? Früher waren es 2-3 pro Jahr; das sind es jetzt pro Tag. Tendenz: steigend.

Last but not least: Nach einem Blackout kriegen Sie mit dem Schwankstrom der Volatilen nicht mal wieder das Netz hochgefahren.

‘Erneuerbare’ ohne effiziente Speichertechnologien (die sind noch nicht mal am Horizont) auszubauen, ist ohnehin nur idiotisch. Bei Flaute gibt’s eh nix, und bei Sturm wird abgeregelt, und wir Verbraucher zahlen den Phantomstrom. Die Sechs-Stunden-Grenze lässt sich locker austricksen. Oder wir exportieren kostenpflichtig in die Alpenländer, wo die Pumpspeicherseen aufgefüllt werden.
Und für diesen Wahnsinn auch noch unsere schönsten Landschaften opfern? Das darf nicht geschehen!

Man kann nur noch für verantwortungsbewusste Entscheider mit Rückgrat beten…

Mit ziemlich entsetzten Grüßen

HM
 
PS: Nur noch in sieben Bundesländern ist Windkraft erlaubt - zuletzt ist das rot-rot-grüne Thüringen ausgestiegen. Muss ausgerechnet das grün-schwarze BW so sträflich mit seinem Forst umgehen?

Minister Peter Hauk wird am 4. August 2021 um 18:00 Uhr an der gemeinsamen Veranstaltung “DialogWERKSTATT Ländlicher Raum” mit der CDU-Bundestagskandidatin Diana Stöcker  in der Buchenbrandhalle in 79677 Schönau teilnehmen.

Hierzu u.a. unser Kommentar:

Wer hätte das gedacht?

Diese Frage stellt sich manch einer und eine, nachdem die eigenen Lebenserfahrungen und Einschätzungen von Personen, die man aufgrund ihrer Verhaltensweise und Äußerungen meinte, richtig verstehen und damit kalkulieren zu können, völlig aus dem Ruder gelaufen sind und man zuweilen sogar fassungslos und hilflos nur noch kopfschüttelnd die Realitäten zur Kenntnis nehmen kann.

So geschieht es im Kleinen wie im Großen.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass aus einer umwelt- und naturschützenden Bewegung, die sich dann unter einer Partei mit einer eigentlich passenden grünen Farbgebung wiederfand, einmal eine naturfeindliche, umweltvernichtende Organisation wird, die Lobbyismus getrieben und selbst betreibend unter dem ominösen Begriff einer vorgegebenen „Klimarettung“ (nicht nur) ein ganzes Land unter Windräder stellt und weiter stellen will!?

Vernagelt von dem Irrglauben, damit eine „Energiewende“ bewältigen zu können. Obgleich dies, wenn ihre Anhänger und Mitglieder es wissen wollten, weder physikalisch noch technisch realistisch umzusetzen ist.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass ausgerechnet in einem von dieser Partei geführten Bundesland – Baden-Württemberg – die durch den Bau und Betrieb hervorgerufenen Natur- und Umweltzerstörungen ignoriert werden und am Allerwertesten vorbeigehen?

Wohl wissend, dass selbst unter angenommen günstigsten Voraussetzungen diese Art der Energiegewinnung keineswegs eine dauerhafte und verlässliche Stromversorgung erbringen kann!! Mit der jedoch jetzt auch die letzten Refugien der Natur, der Tierwelt und auch die an und in den Wäldern und in Bergen lebenden Menschen in Bedrängnis gebracht und vertrieben werden sollen. Wohl wissend, dass die Leistungsfähigkeit der dort installierten Windkraftwerke nichts, überhaupt nichts, über deren tatsächlich mögliche Leistung aussagt.

So, wie man es im Südschwarzwald anlässlich der jährlich hochgejubelten WKA-Ertragszahlen auf dem Gersbacher Rohrenkopf ertragen muss. Obwohl das Betreiber-Unternehmen EWS, immer wieder ernüchternd feststellen kann und eingestehen müsste, dass dort die vollmundig vor Baubeginn für das Genehmigungsverfahren vorgegebenen Zahlen im Zig-Prozent-Bereich kontinuierlich verfehlt werden.

Was nicht etwa dazu beiträgt, dass sich diese EWS kleinlaut ehrlich machen würde. Nein, weiterhin wird der Öffentlichkeit etwas von vermeintlich, aber tatsächlich nie stattgefundener CO2- und Atommüll-Einsparung vorgegaukelt. Wer es nicht weiß oder nicht wissen will, glaubt es. Zu lange hat die oben erwähnte grüngefärbte Partei zusammen – hier sogar fotografisch festgehalten - mit den WKA-Betreibern den Menschen etwas vorgemacht. Was jedoch in der Realität zu keinem Zeitpunkt stattfand und stattfindet.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die von den Bürgern dieses Landes frei gewählten Bundestagsabgeordneten und die Vertreter in der Länderkammer, dem Bundesrat, es jemals zulassen würden, dass die Menschen dieses Landes durch die Schaffung eines Privilegien-Gesetzes namens „Erneuerbares Energien Gesetz“, EEG, das zunehmend dem Charakter eines Ermächtigungsgesetzes gleichkommt, und damit legal(!!) belogen und betrogen werden dürfen?! Nach der Devise: Die Realität bestimmen wir! Wenn erforderlich, auch mit gesetzlich vorgegebener Virtualität und verordnetem Wunschdenken.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass das vor dem Hintergrund dieses Gesetzes ein sich als Weltenretter aufführendes Unternehmen, EWS, seine Kunden mit einem Farbenspiel in die Irre führt und grüngefärbten Graustrom als sogenannten „Ökostrom“ verkauft?! Ein Unternehmen, deren Gründer nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit einem vorgegebenem hohen Moralanspruch aufgetreten waren und deren Nachfolger die Öffentlichkeit mit einem Angst- und Schrecken-Marketing verblenden und sich gleichzeitig in grenzenloser Selbsterhöhung baden und dekorieren.

Ein Unternehmen, das ehedem unter dem Vorwand der Regionalisierung der Stromerzeugung aufgetreten war. Das aber – soweit völlig verständlich – den Verlockungen des schnöden Mammons aus dem EEG nicht widerstehen konnte. Zu unwiderstehlich waren die mit der Deregulierung der Märkte einhergehenden Möglichkeiten des Abgreifens eben dieser Märkte in den deutschen Großstädten.

Bei einer Klientel, die mit der Grünfärbung von Graustrom in den gemütsbefreienden „Ökostrom“ im Nebel weltenrettender Gefühle schlafwandlerisch auf dem Himmelspfad einer Energiewende in den Wolken lustwandelt und sich dabei als überzeugte Energiewandler an der Nase herumführen lässt und offensichtlich lassen möchte. Mit einem Graustrom, der überwiegend überall, nur nicht in der Region und schon gar nicht umweltfreundlich erzeugt wurde. Möglich gemacht durch eine völlig außer Rand und Band geratene Stromversorgung in diesem Land.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass das hierfür erforderliche Verdummungs-Marketing derjenigen, wie besagter EWS, nicht etwa nur begrenzt ist auf einen gleichermaßen rücksichtslosen, wie meisterhaften Lobbyismus, den man der sogenannten „Atom-Industrie“ immer noch vorhält?! Was im Übrigen umso erstaunlicher scheint, wo doch der Ausstieg aus der Stromerzeugung dieser Erzeugungsart längst beschlossen wurde.

Nein, der Lobbyismus der vermeintlichen Weltenretter hat, ähnlich, wie in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts, seinen Niederschlag – den man durchaus auch als solchen niederschmetternd empfinden darf- bei den staatlichen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden und Ämtern gefunden. Denn diese sind es, die dem Ansinnen der unter fadenscheinigen Begründungen und mit ebenso zweifelhaftem Marketing auftretenden Ökostromlern bereitwilligst Tür und Tor öffnen.

So geschehen im Landkreis Lörrach in der dort befindlichen großflächigen Gemeinde Kleines Wiesental, wo der dortige Bürgermeister bereits zuvor dem Willen des zuvor genannten Schönauer Unternehmens EWS entsprochen und eigenmächtig einen entsprechenden Nutzungsvertrag zur Aufstellung von bis zu neun Windkraftanlagen auf Gemeindeflächen auf dem sieben Kilometer langen Höhenzug des Zeller Blauen unterschrieben hatte.

Obwohl nicht im Stromsektor, war es im Kleinen Wiesental dann doch weniger überraschend, dass bei dortigen Nahwärmeprojekten der Name des „Ökostrom“-Unternehmens EWS auftauchte. Gibt sich doch das Schönauer Unternehmen als besonders umweltnah in Marketing und Werbung. Nicht nur mit „eigener“, zwar nur marginaler Stromerzeugung durch Windkraft will man punkten, wichtig gegenüber der städtischen Klientel ist ebenso das Rundum-Paket vermeintlicher Weltenrettung. Allerdings ohne dabei eine realistische Öko- und Wärmebilanz meint erbringen zu müssen. Marketing, koste es auch noch so viel, ist für den Gewinn aus der Stromwäsche schließlich alles!

Ganz zu schweigen von den dafür nutzbaren Fördertöpfen der öffentlichen Hand, besser Hände, mit denen das Steuergeld der Steuerzahler abgegriffen wird. Aber warum, bitte soll es da etwa anders sein als im Stromsektor, in dem der Windrad-Wahn der Betreiber in Deutschland zu den weltweit höchsten Strompreisen geführt hat. Nach der Devise, mit den Deutschen kann man´s machen, mit denen lässt sich sogar die Welt retten. Sie müssen es nur glauben!

Nun gut, oder richtiger: Gar nicht gut! Besagte EWS fand sich plötzlich im Umfeld einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen im Zusammenhang derartiger Baumaßnahmen wieder. Nicht selten fallen bei den dazu häufig notwendigen umfangreichen Straßenaufbrüchen auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, also belastetes Asphaltmaterial und anderer nicht zertifizierter Schutt an. Und diese riesigen Mengen Abraums fanden sich dann auf wundersame Weise – man spricht von einigen hundert LKW-Ladungen – in den nahen Wäldern, auf Wegen und Hängen sowie in Bachläufen des Kleinen Wiesentals wieder.

Der in der Anzeige geäußerte Verdacht – hier laufen Vorermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen – lässt nicht unbegründete Gedanken aufkommen, dass hier in einer Gemeinschaftsarbeit der Ortsverwaltung, der lokalen Forstbehörde und des verantwortlichen Landratsamts vorgegangen wurde.

Angefangen vom Bürgermeister, der bereits zwei Jahre zuvor riesige Asphaltdepots ohne Einbeziehung des Gemeinderats aus anderer Provenienz, u.a. aus einer Baustelle besagter EWS, bereitwillig hatte anlegen lassen. Ebenso die zuständige Behörde des Landratsamtes, wie auch die Forstbehörde des Landes Baden-Württemberg haben den Verursachern des Abfalls, zu denen auch das weltenrettende Unternehmen EWS zählt, sprichwörtlich keine Steine in den Weg gelegt.

Warum auch, heißt doch das Sprichwort „Vorne hui und hinten pfui“. Denn schließlich fand es (ja) im Hinterwald statt! Die eilfertig gefundenen Bauernopfer, ein subalterner Revierförster und ein für die EWS-Nahwärme verantwortlicher projektführender Geschäftsführer finden sich mittlerweile in sicherer, anderer Position und Verwendung wieder.

Eigentlich konnte man sich so etwas nicht denken, wirklich nicht! Denn es ist schon lange her, dass sich die im Ländle mittlerweile regierende sogenannte Grüne Partei gegründet hat. Aber das eine hat, wie wir jetzt schmerzlich erfahren, mit dem anderen nichts zu tun. Genauso wenig, wie wenn ein dort zuständiger CDU-Landwirtschafts- und Forstminister, Peter Hauk, dort noch vor einem Jahr gegen seinen grünen Kollegen im Umweltministerium großspurig gewettert hat, wegen dessen Ambitionen in den Wäldern des Landes die Windkraftindustrie zu etablieren.

Heute, nach verlorener Wahl, aber im unsauberen Kompromiss zu einer Koalition mit den „Grünen“ beibehaltenem Ministeramt, lässt er sich entgegengesetzt vernehmen: 1000 Windräder sollen im Wald erstehen, 500 davon fürs erste im Staatswald.

Vermutlich nach dem Verdummungsmotto „Irgendwoher muss der Strom doch kommen“. Mit Sicherheit nicht ohne Grundlast, ohne die Zuhilfenahme eigens hierfür gebauter sogenannter fossiler oder gasgetriebener Grundlastkraftwerke. Erst recht nicht aus Deutschlands windschwächster Zone 1 mit von der Geländestruktur abhängigen Verwirbelungszonen, in denen die energiearmen und verwirbelten Turbulenzströmungen von Windkraftanlagen für die Stromerzeugung so gut wie nicht genutzt werden können.

Allerdings jedoch gut genug für den Geldbeutel der Betreiber, denn dafür steht das unter kräftiger lobbyistischer Mithilfe entstandene EEG, das diesen Betreibern nicht selten in Stillstandszeiten höhere sogenannte Ausfallvergütungen von den Netzbetreibern beschert, als wenn deren Windkraftanlagen Strom erzeugen würden - wenn sie es denn könnten. In Baden-Württemberg wären das Erträge, die sich durchschnitttlich zwischen ca. 5 bis unter 20 Prozent der immer vollmundig angekündigten Leistungsdaten einer Windindustrieanlage befinden.

Bezahlt wird dieses absurde Spiel der Verdummung durch Politik und Windindustrie von allen deutschen Stromkunden mit den weltweit höchsten Strompreisen. Tendenz wachsend, von der Höhe des Preises einer Eiskugel, wie es der seinerzeit schon für seine Dreistigkeit bekannte grüne Umweltminister Trittin der Öffentlichkeit vorlog, bis zu den heute bereits zu bezahlenden über 30 Cent pro Kilowattstunde.

Die Professionalisierung der Vernebelung und Infiltration der Öffentlichkeit ist heute, mehr als zwanzig Jahre nach der ausgerufenen Eiszeit der besonderen Art ebenso cool längst von ehemaligen grünen Hochgewächsen und eingefärbtem Nachwuchs übernommen worden. Sie fungieren als Lautsprecher von durch öffentliche Gelder, also Steuergelder, subventionierten Instituten und Verbänden, als eine weitverzweigte Lobby. Zu ihnen zählen die sich immer wieder in Erscheinung bringende sogenannte „Energie-Expertin“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, die grünen Urgewächse Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und Simone Peter vom Bundesverband Erneuerbare Energien. Um nur die bekanntesten von ihnen zu nenne. - Auf dass alles im grünen Bereich ist und der Geld-Strom weiter kräftig fließt.

Admin - 13:11:37 @ Neuigkeit