SchwarzwaldGegenwind
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14.02.2021

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Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster

“Während viel über den Klimawandel geredet wird, spielt sich weltweit vor den Augen der Menschen eine biologische Tragödie ab. Über deren Dramatik und Dimension ist man sich offenbar nicht mal annähernd bewusst: es ist ein rasanter Verlust an Biodiversität, der größte Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier.”

So beschreibt der SWR in seinem Vorwort den kürzlich gesendeten Vortrag des führenden und bekanntesten deutschen Evolutionsbiologen, Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Universität Hamburg, der seine Besorgnis über das Ende der Evolution in seinem jüngsten Buch zum Ausdruck bringt. Sie finden seine Rede unter dem Link nach diesem Beitrag.

Auch wenn nach den Worten von Prof. Glaubrecht der Klimawandel endlich in aller Munde ist - hat er doch alarmierende Ausmaße angenommen – er ist nur Nebenschauplatz angesichts der apokalyptischen Reiter, die in einem Akt der Verwüstung gegenwärtig über die Erde ziehen: Bevölkerungsexplosion, Ressourcenverknappung, Umweltzerstörung und Artensterben.

Dabei hat sich der Klimawandel mit seinen Auswirkungen zu Recht in der öffentlichen Diskussion etabliert. Und es ist gut, dass die Sichtbarmachung dieser existenziellen Krise, das, was man bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts mühsam erarbeitet hatte und es „Ökologisches Bewusstsein“ nannte, wieder ein wenig stärker in den Vordergrund geholt wurde.

Leider nur ein wenig, denn allzu sehr hat dabei, wie auch allzu häufig schon in der Menschheitsgeschichte, nicht etwa vernunftbasiertes Handeln die Oberhand gewonnen, sondern wider besseres Wissen die altbekannte Mixtur aus Halbwissen, Unwissen, Hoffnung, Ideologie, Überzeugung und nicht zuletzt Gier. Wir erleben dies gerade mit einer ausufernden Informationstechnologie, einer dabei lauthals mit viel Unwissen skandierten „Digitalisierung“, ohne auch nur annähernd den dazu erforderlichen immensen Energiebedarf zu bedenken, wie am Beispiel der schon vielfach zitierten Digital-Währung Bitcoin deutlich wird: Diese übersteigt mittlerweile den Jahresenergiebedarf eines Landes wie Dänemark.

Und so meinen wir, die Menschen, auf dem richtigen Weg zu sein, indem wir den hiermit nur beispielsweise sichtbar gewordenen Mehrbedarf an elektrischer Energie nicht aus herkömmlichen Energieträgern à la Kohle, Öl und Gas gewinnen, sondern aus „natürlichen“ Quellen. Denn Natur ist, so unterstellen diejenigen, die damit ihr Geld verdienen, unschuldig und unschädlich. Das klingt nicht nur gut, sondern es lohnt sich vor allem. Garniert mit einem schönen unschuldigen Marketing eines tatsächlich grundlegend pervertierten ökologischen Verständnisses, bei dem allen Zielgruppen, von den Medien, über die Politiker bis hin zur thematisch in der Regel kaum aufgeklärten und wenig wissenden Öffentlichkeit, bedenkenlos nahezu alles weisgemacht werden kann. Vielfach exemplarisch nachzuvollziehen in der Branche der sogenannten „Erneuerbaren“.

Die energetische, erst recht die ökologische Bilanz wird dabei nicht ehrlich gezogen. Da wird dann eher in der Eigenwerbung mit Allgemeinplätzen der Weltenrettung dahergeredet oder mit  gewissensbefreienden Schlagworten, wie „Öko, klimaneutral, -schonend oder -freundlich“ geplappert ohne ernsthaft auch nur den Versuch zum Nachweis solcher Behauptungen zu unternehmen. Einmal abgesehen von dreisten Fake-News, wie man sie bei der Darstellung angeblich funktionierender klimaneutraler Nahwärmeerzeugung oder der Erzeugung elektrischer Energie mit Windrädern findet. Vor allem, was deren Auswirkungen auf die von ihnen unmittelbar betroffene Natur angeht. So, wie es an einem der Stammtische der BI Schwarzwald-Gegenwind der anwesende EWS-Gründer, der Arzt Dr. Michael Sladek, äußerte:

„Was glauben Sie, das ist doch nur eine Brückentechnologie, das wächst da oben in wenigen Jahren wieder zurecht, als wäre da nichts gewesen“. Gemeint war der für die Windkraft-Planungen mit 9 Windindustrie-Anlagen der EWS in Gefahr befindliche Höhenzug des Zeller Blauen.
Ein bezeichnender Ausspruch, der die Gewissenhaftigkeit eines solchen Denkens nicht nur in Frage stellt, sondern auch bedenkliche Fragen zum Verantwortungsbewusstsein aufwirft.

Der Dimension und deren Auswirkungen für unsere Existenz — dessen sind sich offenbar auch viele andere Verantwortliche nicht einmal annähernd bewusst, wenn man sich die verschwindend geringe Resonanz dieses mit Abstand wichtigsten Themas in der Politik und in den Medien anschaut. Überwiegend verschwiegen wird damit ein rasanter Verlust an Biodiversität, der größte Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Es ist mehr, es ist eine weltweite biologische Tragödie – verursacht durch menschliches, besser unmenschliches kopfloses Handeln, die der Menschheit konsequenterweise, sofern dennoch vorhanden, den Kopf kosten kann.

Wenn, ja wenn nicht die notwendigen Veränderungen menschlichen Denkens zur Abwendung eines weiteren massiven Artensterbens führen. Wir sollten uns dabei unsere häufig und gerne zitierte humanitäre Haltung bewusst machen, die wir, angesichts dieser prekären Verfassung unserer Erde, durchaus auch als Eigennutz allen Lebewesen zukommen lassen müssen.

Denn, wenn wir uns weiterhin mit ungebremster Pioniermentalität über diesen Planeten hermachen, wenn wir meinen, mit Elektrofahrzeugen die katastrophalen Auswirkungen menschlicher Mobilität lindern zu können oder in diesem Land mit der Vernichtung von Lebensraum durch zigtausende Windräder „Naturstrom“ herstellen zu können und dabei meinen, den letzten Resten der Avifauna, Vögeln wie Fluginsekten oder Fledermäusen den Garaus machen zu müssen, sollten wir uns nicht wundern.  Mit der Zerstörung der Lebensgrundlage vieler großer Säugetiere und dem globalen Vogel- und Insektensterben wird auch die Existenz der Menschen gefährdet.

Wir sollten uns nicht wundern darüber, wie das Landschaftsbild, die gewohnte liebgewordene Ansicht unserer Welt im Großen wie im Kleinen verschwindet, nein, wir werden uns darüber wundern, wie wir uns unserer Lebensgrundlage beraubt haben. Denn wir sind auf „bestem Wege“, dieser Welt mit einem absurden „grünen“ (Un)verständnis den letzten Rest an Funktionsfähigkeit zu nehmen.

Es ist mehr als an der Zeit, den durch Menschen verursachten Verlust der Biodiversität sofort zu stoppen. Es ist mehr als an der Zeit, den vermeintlichen Weltenrettern nicht weiterhin auf den Leim zu gehen. Wir brauchen sie nicht, diejenigen, die lediglich die Windfall-Profiteure einer fehlgeleiteten Industriepolitik sind. Wir brauchen die von sogenannten „Grünen“ ausgerufenen Windräder nicht, die neben allen anderen schweren Ursachen in einem erheblichen Maße das Insektensterben beschleunigt haben. Und die damit ursächlich nicht nur die Befruchtung der Pflanzenblüten gefährden, sondern unsere Ernährung, unsere Lebensgrundlage und damit uns insgesamt.

So, wie es das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in seiner letztjährigen „DLR-Studie zu Wechselwirkungen von Fluginsekten und Windparks“ klar verdeutlicht: Sie beziffert die heute in Deutschland potenziell gefährdeten Insektenmengen mit etwa 24.000 t pro Jahr, und die beim Durchqueren der Rotoren entstehenden Verluste mit mindestens 1.200 t pro Jahr bzw. etwa 5-6 Mrd. Insekten pro Tag während der warmen Saison.

Mit dem Ergebnis, wie es Matthias Glaubrecht feststellt: „Wir verlieren wahrscheinlich vor allen Dingen uns selber, einen Großteil der Menschheit. Es wird das Ende der Evolution sein mit den Tieren und Pflanzen und die belebte Welt, wie wir sie kennen.“

Alle sind aufgerufen, das vor aller Augen stattfindende skrupellose Denken und Handeln zu beenden, denn sonst befinden wir uns am Ende der Evolution. Dies droht dann spätestens ab Mitte des 21. Jahrhunderts ein realistisches Szenario zu werden. Die Natur, die Tier- und damit die Pflanzenwelt brauchen unser Handeln. Sonst, so Prof. Glaubrecht, erwischt es am Ende auch uns.

Über das Ende der Evolution

Matthias Glaubrecht sucht Auswege

„Wir erleben gerade das größte Artensterben auf der Erde seit dem Aussterben der Dinosaurier. Mit dem Unterschied, dieses Mal ist der Mensch der Meteorit.“

Link YouTube: Das Ende der Evolution

Link ARD Mediathek: Das Ende der Evolution

Admin - 17:06:39 @ Neuigkeit, Information