SchwarzwaldGegenwind
Gegen die Zerstörung der Heimat

Herzlich willkommen auf der Webseite der Bürgerinitiative SchwarzwaldGegenwind!

 




2020-08-08

PR ungeniert und billig: Ein Bürgermeister und eine Gemeinderätin vor dem Karren von EWS

Aus aktuellem Anlass: Artikel in der Badischen Zeitung vom 8. August 2020. PR-Veranstaltung der EWS mit Bürgermeister Gerd Schönbett und Gemeinderätin Patricia Fromm als Lobbyistin. Den Link zur BZ finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Lobbyismus mag man es schon nicht mehr nennen, wenn sich ein Bürgermeister über Jahre hinweg durchgehend dreist und unverfroren als Wegbereiter eines Unternehmens in dem Ort betätigt und erweist, dem er eigentlich nach objektiven Kriterien dienen und nützen sollte. Wenn sich dann noch eine Gemeinderätin dazugesellt, um ins gleiche Horn eines kommerziellen Wirtschaftsunternehmens zu blasen, dann macht sie das, was man bei Abgeordneten gemeinhin als „nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet“ bezeichnet. Und mit diesem, ihrem “guten Gewissen” betreibt sie dann als Vorstand einen von EWS bezahlten Lobbyverein mit kaum mehr als einem Dutzend Mitgliedern, so auch dem als Gründungsmitglied gemeinsam mit dem EWS-Gründer Michael Sladek angetretenen Bürgermeister des Ortes, Gerd Schönbett. Der unter dem unverfänglichen Namen „Erneuerbare Energien Kleines Wiesental“ auftretende Verein agitiert dabei u.a. im Gemeindeblatt des Kleinen Wiesentals mit Internet-Links ins „Windkraftgegner“ diffamierende Milieu.

Wie weit man in einem solchen Fall noch von gebotener Neutralität eines Amtsorgans und seines Bürgermeisters sprechen kann, der sich dann noch in öffentlichen Veranstaltungen völlig ungeniert für die finanziellen und wirtschaftlichen Interessen ausspricht und stark macht - eine solche Frage stellt sich eher nicht mehr.

Einen mehr als faden Beigeschmack erhält eine solche Konstellation, wenn Hand in Hand Bürgermeister, Lobby-Verein und EWS bei der Umsetzung dieser privatwirtschaftlichen Projekte auftauchen. Hier mag sich ein Jeder seine Schlüsse und seine Meinung selbst bilden.

Höchst bedauerlich ist es, wenn dann noch in der in der Presse berichteten jüngsten PR-Veranstaltung der EWS deren Geschäftsführer unbegründet und unangezweifelt seine Unwahrheiten (zum Beispiel eines angeblich jetzt zum dritten Mal in Folge herrschenden Dürre-Sommers, was schlichtweg nicht stimmt – wir hatten Sommer!) verbreitet bekommt. Einmal abgesehen von dem von EWS immer wieder praktizierten Angst- und Schreckensmarketing. Den väterlichen Großmut des Herrn Weiß – „Ich habe Verständnis für jeden, der sagt, er will die Dinger hier nicht haben“ – mag man noch als ein wenig unangemessen großspurig und, pardon, großkotzig verzeihen. Lügenhaft wird es jedoch, wenn er, wie zitiert, behauptet: “ Fragt man aber nach der Alternative, wird es ganz dünn.”

Er wird sich da wohl nicht mehr u.a. an die Veranstaltungen der BI Schwarzwald-Gegenwind erinnern können, auf denen er zugegen war und bei denen das gesamte Spektrum der nachweisbaren Gegenargumente ausgiebigst dargestellt wurde.

Er und auch die für ihn sprechende Lobbyistin Fromm sollten genau hinschauen und zuhören. PR-Geschwätz aus dem Hause EWS, und sei es auch noch so offiziös mit einem Bürgermeister arrangiert, ersetzt keine Objektivität.

https://www.badische-zeitung.de/duerresommer-fordert-umdenken

Im Folgenden hierzu auch der Kommentar unseres Followers auf Facebook, Dieter Neufeld:

Die großflächigen Rodungsmaßnahmen sind das Eine, das Andere sind die fatalen großflächige Bodenverdichtungsmaßnahmen für Stell-, Lager- und Montageplätzen, sowie die Verdichtungen der Schwerverkehrstrassen. Es wird Jahrhunderte, bzw. wohl eher Jahrtausende dauern, bis dieser total und “nachhaltig” zerstörte Boden sich regenerieren kann.

Die Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte andauernden Austrocknungs- und Ableitungseingriffe gegen die kleinsten Pfützen in unseren Wasserhaushalt werden von diesen EWS-Geleerten noch nicht mal im Ansatz erwähnt.

Mit solcher Art Klima- und Wasserhaushalts-”eingebildeten” dürfte wohl ein “Umdenken” kaum möglich sein.

Allein die fatalen Eingriffe des Elektrokonzerns EWS in den Wasserhaushalt des Rohrenkopfes, wegen des Aufstellens der wohl deutlich energiedefizitären EWS Windsbräute auf dem Rohrenkopf, zeigt das fatale und wasserhaushaltsschädigende Handeln dieser Personen mit Missionierungshybris gegen Natur, Umwelt und Klima schonungslos auf.

Admin - 10:31:05 @ Neuigkeit