SchwarzwaldGegenwind
Gegen die Zerstörung der Heimat

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2018-05-19

Das Ziel noch vor Augen? Oder die Peilung verloren? - Noch schlimmer: Keinen Plan!

Die deutschen Strompreise steigen unaufhaltsam, seit Jahren. Der Grund dafür beruht auf dem Erneuerbare Energien-Gesetz, das mit der Förderung der sogenannten grünen Alternativen, entgegen der vorgegebenen eigentlichen Absicht, unsystematisch und unkritisch die Zielrichtung verfehlt. Denn trotz zigtausender landschaftszerstörender, naturschädigender und gesundheitsgefährdender  Windkraftanlagen haben sich auch die deutschen CO2-Ziele nicht annähernd erreichen lassen, im Gegenteil.
 
Auch rechnerisch, selbst mit einem weiteren ungebremsten Ausbau, wären die Zielsetzungen nicht zu erfüllen. Unabhängig von den nicht zu ermessenden Kosten, denkt man an den vergleichsweise auch heute noch nur schwer finanzierbaren Ausbau der Breitbandversorgung in Deutschland.
 
Was dabei zudem in dieser Diskussion, und nicht zuletzt, gerne von den an der Wertschöpfungskette Beteiligten und politisch Begünstigten  des sogenannten „grünen Stroms“ , wie EWS, nicht in Relation und unter den Tisch gekehrt wird: Der Beitrag von Wind- u n d  Solarstrom zur Deckung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland  -  also  a l l e r  hierzulande benötigten Energie  -  beträgt etwa drei Prozent. Davon werden und können gerade einmal Zweidrittel durch Windkraft (onshore plus offshore!) erbracht werden, also etwas über 2 Prozent.

Selbst eine Vervielfachung von WKA würde also keinen wesentlichen Nutzen zur Energiesicherung beitragen. Dafür jedoch ein ganzes Land unter die Räder bringen zu wollen, ist verantwortungslos. Mit Klimarettung hat dies nachweislich ohnehin nichts zu tun. Im Gegenteil, es wird sich regelrecht und förmlich in die Taschen gelogen. Die seit Beginn der sogenannten Energiewende eingeübte Praxis dient einer Feigenblatt-Politik und einer Umverteilung vom Vermögen aller privaten Stromkunden in die Taschen von Windfall-Profiteuren, auf Deutsch, Trittbrettfahrern, wie zum Beispiel EWS.

Die daraus folgende Logik sollte allen bisherigen unkritischen Befürwortern die Augen öffnen: Weder die vielfach als Argument ins Feld geführten Klimaziele sind damit zu erreichen, noch ist die Energieversorgung von mehr als 80 Millionen Menschen unter Berücksichtigung des jetzigen Lebensstandards oder einer der weltweit führenden und größten Industrienationen zu gewährleisten.
 
Bereits heute zahlen die Stromverbraucher über die EEG-Umlage mit jeder einzelnen Stromrechnung im Ergebnis mehr als 25 Milliarden Euro jährlich. Und die Illusion der Politik einer kostenfreien Energiewende ist längst ausgeträumt, denn ein Systemumbau hat noch lange nicht stattgefunden. Zu einem System, das noch nicht einmal übereinstimmend formuliert wurde.
 
Tatsächlich gibt es einen fortdauernden Umverteilungsprozess ohne Zielrichtung. Diese wird zwar gerne von den Profiteuren, den Windkraftanlagen-Herstellern, den Projektierern und den Betreibern vorgegeben. Eine grundlegende Wandlung des Marktes hat bisher nicht stattgefunden.  Außer, dass Windfall-Profiteure, also Trittbrettfahrer des Erneuerbare Energien-Gesetzes entweder den von ihnen verkauften Grau-Strom „grünwaschen“ dürfen oder marktunabhängig aufgrund eines einmal festgelegten „Vergütungssatzes“ plus Ausgleichszahlungen über zwanzig Jahre verdienstsicher in die Stromnetze einspeisen dürfen.
 
Eine Verpflichtung zum bitter notwendigen Systemaufbau, wie etwa Speicher-und Reservekapazitäten zu schaffen, besteht nicht. Eine Verantwortung dazu offensichtlich auch nicht. Unabhängig davon, dass die kleineren regionalen System-Trittbrettfahrer des EEG allein aus finanziellen Gründen mit umfassenden Systemaufbaumaßnahmen überfordert sind. Selbst, wenn sie national, wie auch EWS,  „ihren“ Strom verkaufen dürfen.
 
Faktisch hat sich seit Einführung des EEG bislang wenig bis nichts verändert. Und das insbesondere mit Blick auf mittlerweile über 30.000 Windräder. Denn das ausschließliche Instrument der Energiewende, die Subventionierung des „grünen“ Stroms durch die Verbraucher hat weder einen Jota zur Erreichung von Klimazielen beigetragen, noch Licht am Ende des Tunnels hinsichtlich der notwendigen Forschung und Entwicklung neuer Technologien zur Energiegewinnung gebracht. Ganz zu schweigen von der damit notwendigen tiefgreifenden Änderung von Industrie- und Wirtschaftsstrukturen des Standorts Deutschland.
 

Lesen Sie hierzu den sehr umfassenden Artikel in der Zeitung “Die Welt” unter dem Titel „Der große Konstruktionsfehler der Energiewende“ von Christoph M. Schmidt.  Der Autor ist seit März 2013 Vorsitzender der fünf Wirtschaftsweisen und Präsident des RWI  (Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung), Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Professor für Wirtschaftspolitik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum.
 
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article176336581/Christoph-M-Schmidt-Der-grosse-Konstruktionsfehler-der-Energiewende.html

Admin - 12:23:02 @