SchwarzwaldGegenwind
Gegen die Zerstörung der Heimat

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2018-05-09

Ursache und Wirkung

Der Schönauer Grüngraustrom-Vermarkter EWS lässt sich in den letzten Wochen verstärkt in der örtlichen Presse vernehmen. Beginnend mit Interviews, unbegründeten Jubelmeldungen, dabei unterstützt von willfährigen, jedoch fach- und sachunkundigen Bürgermeistern sowie ideologisch gefärbten Politikern, bei denen es zudem schwer fällt, zu glauben, dass sie jemals nur den entferntesten Kontakt mit der Farbenlehre gehabt hatten oder auch nur in der Lage sind zwischen Primär- und Sekundärfarben unterscheiden zu können.

Zu vernebelt, diffus und substantiell unbegründet werden dort gebetsmühlenartig Behauptungen und Thesen zum vermeintlichen Nutzen von Windkraftwerken und geklopft und rausgehauen. Bis hin zu vollmundig in der Presse vorgetragenen verschrobenen Aufforderungen an die Bürger, einen Solidarbeitrag - und gar Opfer - für die Energiewende zu leisten.

Was natürlich zu einigen Gegenfragen führt. Eine davon könnte sein: „Sind Sie, lieber Herr Bürgermeister, Landtagsabgeordneter oder Bundespolitiker oder gar EWS-Vorstand bereit, anstelle der betroffenen Einwohner dort zu wohnen, wo Heimat zerstört wird, Gesundheit geschädigt wird und Wohnraum entwertet wird? Sind Sie bereit, allein den Wertverlust mitzutragen?” Eine hinreichende Antwort, so ist zu erwarten, wird wie bei allen bislang gestellten Fragen, wohl auch hier ausbleiben.

So betrachtet, hat sich an der Situation also nichts geändert. Geblieben ist eine mit viel Tamtam angekündigte Info-Offensive der EWS, die jedoch nichts anderes darstellt als eine schlichte Werbeveranstaltung zur Rechtfertigung der eigenen Gewinnerzielungsabsichten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, mit  dem es den EWS ermöglicht wird, ganze Höhenrücken im Südschwarzwald ihres Charakters und ihrer Natur zu berauben, ungezählten Menschen gesundheitlichen und materiellen Schaden zuzufügen und  nebenbei noch kulturelle Schätze zu beseitigen.

Womit wir bei den Ursachen eines Geschehens angekommen sind, das seine Wirkung bei denen entfaltet, die betroffen sind. Die Rangfolge sollte somit erkennbar sein: Erst Ursache, dann Wirkung.

Nun ist bei der bisherigen Aufarbeitung der Ursache nicht verborgen geblieben, dass neben dem eigentlichen Faktum, also dem Vorhaben, mit dem sich einige wenige auf Kosten und zu Lasten vieler bereichern wollen, zu keinem Zeitpunkt mit offenen Karten gespielt wurde. Zu hoch war wohl die Befürchtung, dass der jetzt seit geraumer Zeit sichtbar gewordene Widerstand zu schnell und zu früh geweckt werden würde, hätte man die Karten frühzeitig auf den Tisch gelegt.

Dass ein solches Vorgehen offene, deutliche Worte herausfordert, sollte jeder normale Mensch aus eigenem passiven oder aktiven Erfahren ermessen können. Das zusätzliche Verbrämen einer solchen Vorgehensweise mit Glaubensbekenntnissen zur vermeintlichen Weltenrettung und dem Dazufügen von Moralkeulen, die jeden Andersdenkenden in die Ecke der Unanständigkeit stellen sollen, trägt ein übriges zur Brunnenvergiftung bei. Ganz zu schweigen von den Unsäglichkeiten der persönlichen Diffamierung und Bedrohung, wie sie im einzelnen nachweisbar durch den Klein Wiesentäler Bürgermeister Schönbett erfolgten oder anderen Vorfällen oder Wortmeldungen, auch denen des Zeller Bürgermeisters Palme, die mindestens Kopfschütteln hervorrufen oder der Rubrik Schlechtes Benehmen zuzuordnen sind.

Deswegen sollten sich diejenigen, die sich jetzt auf den oberen Stufen der Überheblichkeit versammeln und nach Fairness und Mäßigung in der Auseinandersetzung rufen, nicht nur selbst diese Forderung stellen, sie sollten vielmehr nach dem Prinzip der Kausalität die durchaus noch rekapitulierbare und nachvollziehbare Entstehung der jetzigen Situation vor Augen haben.

Und, wie wäre es, aufeinander zuzugehen, miteinander zu sprechen, aber vor allem offene Ohren und offenen Geist zu zeigen für begründete Sachargumente. Und dabei nicht etwa Diskussionen abzukürzen mit flachen Thesen, die da heißen, “es kann nicht sein, was nach meinen Idealvorstellungen nicht sein darf”.

Genau dies wäre ein wesentlicher Punkt zum gegenseitigen Verstehen und Verständnis. Alles andere hieße, weiter unnötig Öl ins Feuer zu gießen.

Admin - 13:28:13 @