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12.08.2020

Leserbriefe BZ: PR-Geschwätz ersetzt keine Objektivität

"PR-Geschwätz ersetzt keine Objektivität
Zum Bericht "Dürresommer fordert Umdenken" (BZ vom 8. August):
Lobbyismus mag man es schon nicht mehr nennen, wenn sich ein Bürgermeister über Jahre hinweg unverfroren als Wegbereiter eines Unternehmens in dem Ort betätigt und erweist, dem er eigentlich nach objektiven Kriterien dienen sollte. Wenn sich dann noch eine Gemeinderätin dazugesellt, um ins gleiche Horn eines kommerziellen Wirtschaftsunternehmens zu blasen, dann macht sie das, was man bei Abgeordneten als "nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet" bezeichnet. Und mit diesem guten Gewissen betreibt sie als Vorstand einen von EWS bezahlten Lobbyverein mit kaum mehr als einem Dutzend Mitgliedern, so auch dem als Gründungsmitglied angetretenen Bürgermeister Gerd Schönbett. Der unter dem unverfänglichen Namen "Erneuerbare Energien Kleines Wiesental" auftretende Verein agitiert dabei unter anderem im Gemeindeblatt mit Internet-Links ins "Windkraftgegner" diffamierende Milieu. Die Frage der gebotenen Neutralität eines Amtsorgans stellt sich für den Kleinwiesentäler Bürgermeister offensichtlich nicht. Einen noch faderen Beigeschmack erhält die Angelegenheit, wenn er in öffentlichen Veranstaltungen völlig ungeniert mit EWS inklusive Lobbyverein für die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens eintritt. Bedauerlich ist es, wenn dann noch in der jüngsten PR-Veranstaltung der EWS deren Geschäftsführer seine Unwahrheiten (etwa eines angeblich dritten Dürre-Sommers in Folge, was schlichtweg nicht stimmt – wir hatten Sommer!) verbreitet. Den Großmut des Herrn Weiß – "Ich habe Verständnis für jeden, der sagt, er will die Dinger hier nicht haben" – mag man noch als ein wenig unangemessen großspurig verzeihen. Lügenhaft wird es jedoch, wenn er behauptet: "Fragt man aber nach der Alternative, wird es ganz dünn." Er wird sich da wohl nicht mehr an die Veranstaltungen der BI Schwarzwald-Gegenwind erinnern können, bei denen das gesamte Spektrum der nachweisbaren Gegenargumente ausgiebigst dargestellt wurde. Er und auch die für ihn sprechende Lobbyistin Fromm sollten genau hinschauen und zuhören. PR-Geschwätz aus dem Hause EWS, und sei es auch noch so offiziös mit einem Bürgermeister arrangiert, ersetzt keine Objektivität.
Bernd Fischbeck, Kleines Wiesental,Sprecher der BI Schwarzwald Gegenwind

Wie von Gurus werden Katastrophen prophezeit
Weitere Lesermeinung zum Thema:
Die BZ berichtete über ein Mini-Treffen Gleichgesinnter in Tegernau, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Gegensatz dazu waren die Info-Veranstaltungen von der BI Schwarzwald Gegenwind mit hochkarätigen Experten immer offen für Gäste, informativ, also nicht "ganz dünn" wie Daniel Weiß (EWS) falsch polemisiert. Immer wieder wird da auch irreführend Klima mit Wetter oder Witterung verwechselt: Ob nun vorsätzlich oder aus Unwissenheit – beides wäre fatal. Dieses Wetter-Jahr ist nicht "erschreckend" oder im Aktivisten-Neusprech "beängstigend" (Patricia Fromm): Die Nächte waren bis jetzt angenehm kühl zum Schlafen, in Süddeutschland oder in Österreich hat es viel geregnet, erst seit einer Woche ein heißer aber normaler Sommer, überall gesunde und volle Obstbäume. Aber auch Bürgermeister Gerd Schönbett droht schon mal mit "Sperrung von Waldflächen" für Wanderer. Das zumindest ideologisch und mental verbundene Trio gibt gerne immer wieder vor, das alleinige Recht auf Abholzung zu haben und über Jahrzehnte im Voraus Katastrophen weissagen zu können, wie Gurus. Patricia Fromm: Wenn "nichts" mehr (an Wasser) nachkommt. Daniel Weiß (EWS): Wir sind uns "alle" einig. Sind wir nicht. Bürgermeister Schönbett, der Dritte im Bund, meint sogar über das Wetter in 20 Jahren orakeln zu können, und Wieslet habe keine eigene Quelle. Andere auch nicht. Dass oft "ungeeignete Baumarten" viel zu dicht in den Wäldern stehen, ist ein ganz anderes Thema. Es wäre aber kein Argument, diese Bäume durch "grünen" Beton in Form von ineffektiven gigantischen Windrädern zu ersetzen und damit auch die Quellen zu gefährden.

Fazit: Diesem Trio geht es nicht um das Wohl der Ureinwohner oder um Wasser oder um die Rettung des Kleinen Wiesentals. Daniel Weiß (EWS) bringt es, wohl aus Versehen, selbstentlarvend auf den Punkt: Man müsse "die Vorteile des ländlichen Raums – die Flächen – sehen". Gemeint: zur Vernichtung und zum eigenen Profit. Hätten solche Leute lieber eine Eiszeit, sozial und klimatisch?"

https://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-xb66j5xax



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