SchwarzwaldGegenwind
Gegen die Zerstörung der Heimat

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2020-01-05

Unser Jahresrückblick 2019 - Ein Rückblick mit Aussichten

Wie immer zur Jahreswende gibt es ihn, diesen Blick zurück. Und damit auch die Zeit der Besinnung, Vergangenes passieren zu lassen, zu überdenken, um dabei all die vielen – vermeintlich banalen - Kleinigkeiten, die auch in einer Bürgerinitiative den Alltag begleiten, einmal aus etwas distanzierter Position neu zu sortieren oder auch nur zu justieren. Ebenso wie die „Dickschiffe“, den Geschehnissen und Erkenntnissen, die über das Jahr Wellen geschlagen und Strudel hervorgerufen haben. Beides verbunden mit dem Bedürfnis, Durchblick und Klarheit aus einer entfernten Position zu gewinnen und zu Zielen und Aussichten zu gelangen, die eben das erfüllen sollen, was man sich vom neuen Jahr erhofft und verspricht.

Anders als bisher haben wir in unserer diesjährigen Rückblende die beiden zuvor beschriebenen Bereiche räumlich getrennt. Unsere Erfahrungen mit alles übergreifenden Geschehnissen und deren Auswirkungen auf den Bereich des Südschwarzwalds können Sie im Folgenden, dem ersten Teil des Jahresrückblicks, auf unserer Startseite lesen. Zur Kommentierung der „kleinen“ Ereignisse hier vor Ort gelangen Sie am Schluss dieses Beitrags.

Der gute Ton der Windkraftplaner – viel Wind mit schönen Worten

Im Großen war es in diesem Jahr zuerst der neue Windatlas, der für große Aufmerksamkeit sorgte und mit allerlei Trickserei just einen Tag nach der Wahl veröffentlicht wurde. Hätte man doch mit einer vorherigen – zeitigen – Veröffentlichung die Bürger allzu sehr „verwirrt“. So oder ähnlich die Begründung der auch in der großen Politik geübten Strategen. Offensichtlich ein Vorbild für die „Kleinen“, die Bürgermeister und ihre vielen kleinen Helfer, die sich bei diesem Ton und Tun, bei dem die Menschen an ihren Wohnsitzen unter die Räder kommen, wenig genieren. Um sich nicht weniger ungeniert beim Widerstand und Empörung der Betroffenen gegen ein derart hinterhältiges Vorgehen von Spaltung der Bevölkerung, Emotion und immer wieder über den „Ton“ selbst zu empören.

Besagter Windatlas erwies sich dann als ein Papier, das zu Recht seinen Namen trägt. Viel Wind, aber Genaues wissen wir und damit die Allgemeinheit auch nicht damit anzufangen. Denn wie neue Auswertungen auch im Windgebiet in Lauterstein (Vorzeigewindpark in BW) zeigen, wird bei genauer Berechnung vieler dort anders beschriebener Standorte die Windhöffigkeit im neuen Windatlas gleichermaßen ungeniert mit bis zu 40% geschönt dargestellt. In einem „Ton“, mit dem gelogen und gebogen wird. Und der denjenigen auch und dies ohne einen Windhauch – hoffentlich! – um die Ohren fliegen wird.

Komfort-Sozialismus mit leeren Sprüchen und leeren Kassen

Garniert mit zynischen Schlagwörtern in Anzeigen und flotten Sprüchen. Mit einem Tonfall, der die Rücksichtslosigkeit und die Jagd nach dem schnöden Mammon in einer weltweit hoch geschätzten Kulturlandschaft nicht besser deutlich machen könnte: „ Verschandelung der Landschaft? Bald unser kleinstes Problem!“ Es sind diejenigen, die hier endlich Ihre Chance sehen, über lange Jahre der Subventionsförderung - ehrlicher ausgedrückt - mit dem Ausnehmen der Stromkunden über mehr als zwanzig Jahre währenden Vertragslaufzeiten ans große Geld zu kommen. Windräder sind dann plötzlich in „ Bürgerhand“, Stromnetze sind „bürgereigen“. Geschwiegen wird bei dieser Art eines vermeintlichen Komfort-Sozialismus, dass nicht etwa die breite Bevölkerung gemeint ist. Nein, es sollen diejenigen, die das dazu nötige „Kleingeld“ haben, zusätzlich zur Kasse gebeten werden, die diesen Energie-Glückrittern mit ihren Anteilen das Risiko abnehmen. So, wie es auf dem Höhenrücken des Zeller Blauen zu Beginn dieses Jahrtausends schon einmal gelungen war. Die Anleger gehen wegen der durch den Betreiber öffentlich eingestandenen schlechten Windverhältnisse bis heute leer aus. Die Empörung darüber hält sich in Grenzen, denn wer gibt schon gern öffentlich zu, dass er Sprücheklopfern auf den Leim gegangen ist.

Lowtech-Dinosaurier - Eckpfeiler der sogenannten Energiewende

Dann gab es da auch noch den mit Spannung erwarteten Windkraftgipfel. Begleitet von druckvollem Lobbyismus, der, wie erwartet nicht ohne Einfluss auf die Politik blieb. Mit einer komplementären, wie bereits im ganzen Jahr gezeigten Massivität in der Öffentlichkeitsarbeit. Gespickt mit Behauptungen zum vermeintlichen Wirkungsgrad von Windindustrie-Anlagen, die jeden Nachweis für eine dauerhafte Stromversorgung, erst recht etwa eine Energiewende bis heute vermissen lassen. Die aber dennoch ungeniert von denen, die sich mit diesen technischen Lowtech-Dinosauriern ihre Taschen mithilfe eines eigens gestrickten Gesetzes namens EEG auf Kosten aller Stromkunden vollpacken. Die zu allem Überfluss und vielfach wissentlicher Übertreibung und Fehleinschätzung als Eckpfeiler der sogenannten Energiewende bezeichnet werden.

Begleitet auch von demoskopischen Umfragen, die - besser - demagogisch genannt werden sollten. Die jede andere, gegen Windräder gerichtete Meinung mit vermeintlichen, eher absurden Zustimmungswerten zur Windkraft ausstaffieren, bei denen man ins Grübeln kommt, ob es denn neben den Einwohnern in den großen Städten überhaupt noch eine in den Außenbereichen oder auf dem Land lebende Bevölkerung in Deutschland gibt. Und, wenn ja, neben der absurden, wie falschen Phrase „Irgendwo-muss-der-Strom-doch-herkommen“, zugleich suggeriert, dass es auf die Wenigen Landeier nicht ankommen darf. Habe doch schließlich jede/r seinen Teil zur Rettung der Welt beizutragen.

Als ob sie es nicht besser wüssten. Mit Sicherheit besser, als manch Helfer aus der Politik und leider auch aus den Medien, von denen sich bedauerlicherweise nicht wenige beim unbedachten Transport von eingefärbten Meldungen aus der Branche der finanziell Interessierten beteiligen. Von denen sich zu wenige der Worte und ihres Inhalts eines der Großen Ihres Genres, Hanns-Joachim Friedrichs,  entsinnen: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“

Der „Gute Geist“ eines Bürgermeisters

Echtes von Unechtem zu trennen und unterscheiden zu wollen ist also nicht so sehr die Sache derjenigen, die es sich auf die unternehmerischen Fahnen geschrieben haben, die mit dem EEG gut vorbereitete Gesetzeslage rigoros und egoistisch umzusetzen. Mit dem Schüren von Angstszenarien und Moralfolter, dunklen Epochen der Menschheitsgeschichte entliehen. Blasse Behauptungen haben längst wissenschaftlich saubere Nachweise ersetzt. Es ist die quasi Handlungsanweisung für jene in den Verwaltungen, die sich als Erfüllungsinstanz erweisen und wohl auch verstehen. Ein Strickmuster, mit dem individuelles Denken und Handeln gezielt außer Kraft gesetzt wird. Wie auch gerade besagter kurz vor Heiligabend vom Klein-Wiesentäler Bürgermeister Gerd Schönbett initiierter angeblicher Gemeinderatsbrief. Der sich als nichts anderes herausstellt, als eine blasse und flache PR- und Politikagentur-Polemik, gefärbt mit salbungsvollen Worten, die von einem angeblich „Guten Geist“ sprechen. Ohne damit einen Beitrag zu einem – vorgegebenen – „Energie-Dialog“ zu liefern.

Schönfärberei und Graustromwäsche

Denn dazu bedürfte es mehr Offenheit, um einmal ohne Schönfärberei reale Zusammenhänge mit Fakten und Zahlen sichtbar zu machen. Dazu gehört, die im Windschatten dieser großen Politik vor Ort agierenden „Kleinen“ in der (Energie)wirtschaft gern genannten „Windfall“-Profiteure einmal schonungslos unter die Lupe zu nehmen und ihr tatsächliches und überwiegendes Wirken als Stromverkäufer offenzulegen.

So, wie es das in der Branche als Strom-Produzent völlig unbedeutende Unternehmen EWS praktiziert, das auf geschickte, aber recht einfache Weise den von den „Großen“ erarbeiteten EEG-Gesetzesvorteil mit einer ergiebigen „Stromwäsche“ ausnutzt. Lautstark und, ach so sympathisch, schwadroniert man dort in Werbe- und PR-Kampagnen von Klimarettung, CO2-Einsparung und Meerespiegel-Anstieg, den man mit Windrädern verhindern würde. Dabei könnte es auch der Dümmste begreifen, dass die skandalöserweise legale Graustromwäsche, bei der konventioneller Strom aus beispielsweise Braun-, Steinkohle- oder Atomkraftwerken auf dem Papier in angeblichen „Ökostrom“ verwandelt wird, keinen Beitrag zu einer Stromwende oder gar einer Energiewende leistet. Und beim Klima, da wird ausschließlich das Betriebsklima mit prächtigen Erträgen profitieren.

So, wie die apokalyptischen Energie-Propheten es in ihren moralgetränkten Ankündigungen voraussagen: Ein Hoch folgt dem Nächsten - auf den Bankkonten. Wenn es sich denn nicht verhindern lässt, auch gerne in der Karibik, wo es nicht nur beim Klima heiß her geht. Nachgewiesen beim EWS-Vertragspartner ENERCON.

Korrumpierung einer ganzen Gesellschaft

Die Zeche für den Profit dieser Unternehmen, die sich mittlerweile den Habitus der von ihnen nicht zu Unrecht angeprangerten Konzerne angewöhnt haben, für die mittlerweile Umwelt und Natur nur noch Lippenbekenntnisse sind, zahlen alle Stromkunden. Mit aktuell jährlich mehr als 27 Milliarden Euro, und zudem steigenden Strompreisen.
Auch diese Tatsache gehört in einen Energie-Dialog, sollte er denn inhaltlich umfassend ausgefüllt sein. Und, sollte er denn überhaupt ernstgemeint sein und nicht nur der Zielsetzung von Parteigängern der Windkraft-Industrie dienen. So, wie bei einigen Bürgermeistern, die hier im Südschwarzwald Windkraft-Anlagen auf Teufel-komm-raus bauen wollen und dabei rücksichtslos über die elementaren Bedürfnisse von Mensch und Natur hinwegsehen.

So, wie es die „große Politik“ jetzt mit ihrer Akzeptenz-Kampagne der Windindustrieanlagen vor der Haustür und in der Natur versucht. Ein Vorgehen, das man besser als das bezeichnen sollte, was es ist. Es ist der Versuch der Korrumpierung einer ganzen Gesellschaft, bei der jegliche moralische Schranken bei der Umweltvernichtung beseitigt werden sollen. Eine Blaupause staatlich verordneter Käuflichkeit, salonfähig gemacht für alle Lebensbereiche. Entstanden in den Köpfen moraltriefender selbsternannter Weltenretter und Parteistrategen und -ideologen.

 
Klare Bilanzen ließen sich, das wird uns auch nach dem Jahr 2019 deutlich, nicht mit einem bloßen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate begrenzen.  Und so wird dann dieser Blick ein – zugegeben - manchmal sehr langer Blick zurück, zuweilen nicht ohne Zorn; die Leser und Leserinnen mögen uns das nachsehen. Zu sehr ist unsere auch künftige Tätigkeit verbunden mit den Verflechtungen einer Windkraftplanung über lange Jahre, die von ihren Verursachern darauf ausgerichtet war, die Menschen im Dunst unpräziser Aussagen und versteckter Vorgänge in die Irre zu führen.

Der Marketing-Missbrauch des Klimawandels

Veranlasst durch Bürgermeister, denen nicht erst jetzt nachgewiesen werden kann, dass sie ein mehr als zweifelhaftes Wahrheitsverständnis haben, macht man es einmal nur an ihren öffentlichen Äußerungen zu ihrem Vorhaben und den Abläufen der Windkraftplanung fest. Veranlasst ebenso durch ein Unternehmen wie die sogenannten „Elektrische Werke Schönau“, EWS, das selbstlobend seine Ursprünge gerne in der Anti-Atomkraftbewegung hervorhebt und sich in der Eigenwerbung in aller geübter Unbescheidenheit als das „das vielleicht politischste Energieunternehmen der Welt“ bezeichnet.  Dabei jedoch allzu gerne vergisst, dass seine Gründer mit außerordentlicher Marketingbegabung lediglich das äußerste Trittbrett des vorbeifahrenden Öko-Zuges besetzt hielten, um es für ihre Nachfolger zu reservieren. Diese – um im Bild zu bleiben – sprangen dann rüber auf das viel komfortablere Trittbrett des Klima-Express.

Ist doch das Ziel ungleich verheißungsvoller. Denn mit unflätigen Sprüchen kann man von dort aus unter Zuhilfenahme einer stets erhobenen Moralkeule dem dieses Spektakel beiwohnenden Publikum bedrohlich vermitteln, dass nur dieser Zug der Zeit mit einem Ziel, gemalt in apokalyptischen Bildern des Klimawandels, bestiegen werden darf. Den moralisch bedenklichen Marketing-Missbrauch dieser nicht wegzudiskutierenden und mit schweren Konsequenzen für die Menschen in vielen Teilen der Erde verbundenen Entwicklung außer Acht lassend.
Die Signale dieser Reise ins große Geld, die Windindustrie-Anlagen in Wald und auf dem Bergrücken, pflanzt man sich völlig ungeniert, wie es die eigene Werbung aussagt, in schönste Landschaften. Koste es, was es wolle. Denn den Fahrpreis zahlen die dummen Kunden. Mit EEG-Umlagen und steigenden, weltweit höchsten Strompreisen.

Sie tun es auch dann noch, wenn längst offensichtlich geworden ist und sich bei genauem Hinsehen selbst in den Verlautbarungen der Windindustrie an Zahlen ablesen lässt, dass sie nicht von der Stelle kommen. Die gebetsmühlenartige Wiederholung, so wie sie in der von Eon kürzlich hinausposaunten Meldung zu lesen war, dass mit der im vergangenen Jahr gewonnenen Energie aus Windkraft-Anlagen die gesamte deutsche Stromversorgung hätte bedient werden können, ist schlicht falsch. Dies wissen ihre Verbreiter, wie auch die gesamte Branche.

Dem Publikum jedoch wird eine Schimäre verkauft. Denn an der Unmöglichkeit, den mit Windkraft produzierten Strom in für eine Massen- und Industriegesellschaft erforderlichen Mengen speichern zu können, wird sich morgen und in aller Zukunft nichts ändern. Trotz aller angeblichen „gerade vor dem Durchbruch stehenden“ neuen Technologien. Da helfen weder die vielfach beschrieben Speicher in Privathäusern, Kavernen oder gar Speicherseen. Eine länger andauernde Flaute wird allen denen, die dieses immer und immer wieder verbreiten, sprichwörtlich den Wind aus den Segeln nehmen und derartige Versprechungen als heiße Luft entlarven.

Überzeugung statt Wissen

Bis dahin, selbst wenn ihnen, wie den Mitgliedern der EWS-Gründerfamilie, in ihrer Argumentation die Puste ausgeht und sie den Sinn, die Logik ihrer angeblichen Fahrt in die Energiewende, die eben noch nicht einmal eine Stromwende sein kann, nicht mehr erklären können, sprechen sie im Fleisch gewordenen Brustton der Überzeugung das alles umfassende, besser: umfaselnde Wort „Überzeugung“ aus.

Ein Wort, das nichts, aber auch gar nichts erklärt. Ein Wort, das weder Physik, noch sonstige Realitäten zum Erreichen des Ziels Energiewende annähernd beschreiben kann und will. Es ist vor allem das Wort, mit dem der Nebel des sinnfreien übermäßigen Geldverdienens ohne CO2- Einsparung, ohne Grundlastsicherung in der Energieversorgung über alles das gelegt werden kann, was damit geopfert wird: Die Heimat unzähliger Menschen, eine ohnehin bereits in hohem Maße bedrängte Natur mit Landschaften, die es, glaubt man den Äußerungen der gesamten EWS-Gründerfamilie Sladek, ohnehin in Zukunft nicht mehr geben wird.

Unterstützung finden diese Auguren einer künftigen Welt - wie man sie aus der römischen Geschichte kennt – einer Welt, die sie vorgeben zu kennen und die ihnen vorschwebt - bei den Amtsträgern und Politikern der heutigen Zeit. Und so finden sich denn Symbiosen mit Namen aus einer Partei, bei der man dies noch vor nicht vielen Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Namen wie Zickenheiner, Frey oder Untersteller u.v.m.. Letzterem, bei dem man nicht weiß, wer denn wem unterstellt ist. Ist es die Politik, die einer Gesinnungs- und Weltenrettungsindustrie unterstellt oder ist es umgekehrt? Wort- und Gedankenspiele mit vermutlich wenig überraschenden Konstellationen und Ausgängen lassen sich wunderbar fortführen.

Licht im Dunkel

Tun wir einmal so, als ob wir all dies, diese Gemengelage aus gutgemeintem Wunsch und Wunschdenken, aus hohlen Versprechungen und Versprechen, aus Gier und Gewinnsucht, aber auch durchaus Wünschenswertem und Anzustrebendem nicht überschauen könnten. Wir wären hilflos. Hilflos, wie hier im Südschwarzwald die Bevölkerung, die wie oben beschrieben, über lange Jahre mit dahinwabernden diffusen Halbwahrheiten und leeren Versprechungen vernebelt wurde.

Zum Glück gibt es eine Gesetzeslage, die es uns – zumindest von der Form her – mit Offenlegung von Dokumenten erlaubt, Licht ins Dunkel der Vorgänge der Verwaltung bezüglich der Windkraftplanung zu bringen. Auch, wenn vielfach bei unseren Transparenz-Bemühungen eine durchaus talentierte Kulissenschieberei mit erheblichen Zeitverzögerungen seitens der Verwaltung stattgefunden hatte, war es nicht schwer zu übersehen, dass wir „vielleicht erst die Hälfte aller Dokumente gesehen haben“. So, wie sich der Bürgermeister des Kleinen Wiesentals, Gerd Schönbett, gleichfalls freimütig und ungeniert öffentlich äußerte. Womit er bei dieser überraschenden und ungewohnten Offenheit vielleicht vergessen hat, dass doch die Verwaltung laut zwei Gesetzen eigentlich zur Offenlage gegenüber den Menschen dieses Landes verpflichtet ist!?

Wir haben bei dieser erforderlichen Aufarbeitung der uns durch die gesetzlich gesicherten Offenlage-Paragraphen zugänglich gemachten Dokumente teilweise überraschende Einblicke in Abgründe kommunaler Verwaltungstätigkeit sichtbar werden lassen. So, wie es sie nicht geben sollte und mit großer Sicherheit nicht die Regel sind. Dabei nie außer Acht lassend, dass Verwaltungen Ihre Existenz dem Ziel des Nutzens der Menschen in einem Gemeinwesen verdanken. Sei es eine Kommune, Landkreis, Land oder Bund.

Wir haben dabei klare, neue Erkenntnisse gewinnen können. Aus dokumentierten Geschehnissen und Vorgängen, mit spannenden Überraschungen. Vor allem, mit neuen, sich daraus ergebenden Konsequenzen für unser weiteres Handeln.

Wald auf Krankenschein!

Zum Schluss des ersten Teils unseres Jahresrückblicks lesen wir dann allzu Hoffnungsvolles: Wenn es nach dem Waldbeauftragen der Bundesregierung geht, so wird es in Bälde den Wald auf Krankenschein geben. Denn, so Cajus Caesar: “Es ist erwiesen, wie hilfreich der Wald zur Vorbeugung und zur Behandlung von psychischen und körperlichen Erkrankungen ist!“

Sollte also noch ein Wunsch für das neue Jahr möglich sein, so ist es genau dieser: Lasst den, unseren, Wald unversehrt. Es gibt einen Grund mehr!

In diesem Sinne blicken wir optimistisch, trotz aller o.g. Widerstände in das neue Jahr und bedanken uns noch einmal bei allen unseren Mitgliedern und Unterstützern mit den besten Wünschen für die kommenden zwölf Monate.
 
Alle diejenigen von Ihnen, die sich für die Geschehnisse vor Ort mit den vielen kleinen Tricksereien und Hinterhältigkeiten interessieren, die unsere Bemühungen verfolgen, die Windkraft auf den Höhen und in den Wäldern des Südschwarzwaldes zu verhindern lesen hier Teil 2 unseres Jahresrückblicks 2019:

Unser Jahresrueckblick 2019 vor Ort im Suedschwarzwald, Teil2.pdf

Admin - 20:40:23 @ Neuigkeit